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Interview: Zusätzliche Leistungen zum Integrationsserver

Die COVID-19-Pandemie trifft uns alle. Sie als Gesundheitseinrichtung oder Krankenhaus jedoch in besonderem Maße. In dieser herausfordernden Zeit können Sie auf die Unterstützung des gesamten NEXUS / IPS Teams zählen. Für den NEXUS / INTEGRATIONSERVER bieten wir Ihnen verschiedene Serviceleistungen an, die Profitcenter-Leiter Sebastian Kolbe im Interview erläutert.

Herr Kolbe, Sie sind Leiter des Produktbereichs Integrationserver. Können Sie kurz Ihren Tätigkeitsbereich beschreiben?

Gern. Zusammen mit meinem Team bin ich für die Konzeption, Entwicklung und Implementierung des NEXUS / INTEGRATIONSERVERS zuständig. Bei Bedarf unterstützen wir auch den NEXUS Support bei der Bearbeitung von Störungsmeldungen.

Die Krankenhäuser bereiten sich aktuell auf die Versorgung einer Vielzahl von Covid-19-Patienten vor. Wie sehen Sie dabei die Rolle des Integrationservers?

Der Integrationserver verbindet die Prozesse zwischen den datenliefernden und empfangenden Systemen im Krankenhaus und schafft Schnittstellen zu Medizingeräten und Ärzten. Er fungiert also als zentrale Datendrehscheibe im Krankenhaus und stellt die Kommunikation zwischen den Systemen der verschiedenen Abteilungen sicher.

Wichtigstes Ziel ist es daher, die störungsfreie Verfügbarkeit des Kommunikationsservers im Krankenhaus zu gewährleisten – auch bei steigender Last oder wenn IT-Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen.

Welche konkreten Maßnahmen bietet NEXUS an, um die Verfügbarkeit zu sicherzustellen?

Für die Zeit der Corona-Pandemie haben wir unsere Supportzeiten auf einen 24/7 Support ausgeweitet. Das heißt, das NEXUS Supportteam ist aktuell rund um die Uhr - auch am Wochenende - telefonisch im Bedarfsfall erreichbar und sorgt für die Behebung von betriebsverhindernden Störungen.

Gibt es auch Möglichkeiten, Störungen von vornherein zu verhindern?

Ja, da gibt es verschiedene Ausbaustufen. Einerseits bieten wir sogenannte Managed Services an. Dabei prüft einer unserer Mitarbeiter auf dem System des Kunden regelmäßig wesentliche Vorgänge, wie zum Beispiel die Kommunikation von Aufnahmeinformationen und Funktionsstellenanforderungen.

Häufig gibt es Indizien, die unsere geschulten Mitarbeiter schon im Vorfeld erkennen und so einen kompletten Systemausfall verhindern können.

Welche Ausbaustufen bieten Sie noch an?

Unsere Kunden haben zusätzlich die Möglichkeit, den kompletten Applikationsbetrieb an die NEXUS abzugeben. Dann betreiben wir nicht nur aktives Monitoring sondern übernehmen auch den First Level Support und sind erster Ansprechpartner in allen Belangen des Integrationservers. Kurz gesagt, wir sorgen für die Funktionsfähigkeit des Systems auch wenn Klinik-IT-Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen oder für andere Aufgaben benötigt werden.

Kann der NEXUS / INTEGRATIONSERVER die Patientenversorgung zu Zeiten von COVID-19 aktiv unterstützen?

Während der Pandemie ist es von äußerster Wichtigkeit zu wissen, dass ein Patient infektiös ist. Wird diese Information im KIS erfasst, so können wir mit einer kurzfristigen Erweiterung der Schnittstellen dafür sorgen, dass diese Information an die Subsysteme wie beispielsweise Radiologie, Sonografie Befundung oder Labor weitergegeben wird. Das trägt wiederum zur gesicherten Patientenversorgung aber auch zum Schutz des medizinischen Personals bei.

Wie sieht es mit der Anbindung von Laborgeräten aus?

Neue Geräte, die für Corona-Tests entwickelt wurden und noch werden, können mit Hilfe des Integrationservers schnell und einfach in das bestehende Labornetzwerk integriert werden.

Die Technologie basiert dabei auf dem Know-how unserer Kollegen des AEMP-Bereichs, mit dem wir eine flexible und leistungsfähige Geräteanbindung gewährleisten können.

Die Kollegen der NEXUS / SWISSLAB setzen in ihrem LIS diese Technologie bereits ein, um die Kommunikation der Analysengeräte mit der Laborsoftware sicherzustellen. Aktuell bauen viele Labore ihre Kapazitäten aus, um das erhöhte Aufkommen an SARS-CoV-2 Testungen bewältigen zu können. In diesem Zusammenhang bietet die SWISSLAB Geräteanbindungen bzw. Diagnostikerweiterungen auf bereits bestehenden Analysesystemen priorisiert an.

Was ist aus Ihrer Sicht der wichtigste Vorteil des Kommunikationsservers bei der Bewältigung der Corona-Pandemie?

Nun, der Kommunikationsserver sorgt dafür, dass die verschiedenen Systeme Daten untereinander austauschen können. Ärzte und Pflegepersonal können sich voll und ganz auf die Versorgung des Patienten konzentrieren und sich darauf verlassen, dass an allen Arbeitsplätzen die notwendigen Informationen zum Patienten zur Verfügung stehen.

Wir arbeiten im Hintergrund dafür, dass alles reibungslos funktioniert und machen dann unseren Job gut, wenn man uns gar nicht bemerkt.

Die wichtigsten Akteure in dieser Pandemie sind die medizinischen Fachleute. Wir tun alles, um diese bestmöglich bei der Ausübung ihrer Arbeit zu unterstützen.

Herzlichen Dank für das Interview.

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