Das Universitätsklinikum Mannheim, als Teil der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), zählt zu den großen Maximalversorgern in Südwestdeutschland. Mit rund 1.350 Betten und jährlich über 40.000 stationären Behandlungsfällen übernimmt das Haus eine zentrale Rolle in der universitären Spitzenmedizin sowie in der interdisziplinären Versorgung im Rhein-Neckar-Raum. Besonders die hohe Spezialisierung und die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Patientenversorgung prägen den klinischen Alltag.
Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung wurde in der Zentralen Interdisziplinären Endoskopie das Modul Vital Sign Documentation (VSD) von NEXUS / E&L erfolgreich in Betrieb genommen und in die bestehende Systemlandschaft rund um Clinic WinData integriert. Damit erweitert das Universitätsklinikum Mannheim konsequent seine digitale Dokumentationsstruktur um eine hochautomatisierte Lösung zur Erfassung und Verarbeitung von Vitaldaten.
Die VSD ermöglicht die direkte, vollautomatische Übernahme von Monitoring-Daten in den klinischen Dokumentationsprozess. Vitalparameter wie Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung (SpO₂) oder Blutdruck werden über standardisierte Schnittstellen wie HL7 oder REST unmittelbar aus den angeschlossenen Monitoring-Systemen übernommen und eindeutig dem jeweiligen Patienten sowie der konkreten Untersuchung zugeordnet. Dadurch entfällt die manuelle Dokumentation vollständig.
Ein wesentlicher Vorteil der Lösung liegt in der kontinuierlichen Darstellung der Vitalparameter als Zeitverlauf. Die Daten werden nicht nur als Einzelwerte gespeichert, sondern in Form von Graphen visualisiert. Dadurch wird die klinische Dokumentation um den vollständigen Verlauf der Vitalparameter ergänzt, sodass die während endoskopischer Eingriffe erfassten Werte nachträglich lückenlos im Dokumentationssystem vorliegen.
Im Zuge der Einführung wurde zudem die gesamte Pflegedokumentation im Bereich der Endoskopie am Standort Mannheim strukturell überprüft und fachlich überarbeitet. Ziel war es, Abläufe zu vereinheitlichen, Medienbrüche zu reduzieren und die digitale Dokumentationsqualität nachhaltig zu erhöhen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen darüber hinaus als wertvolle Grundlage für weitere Optimierungs- und Digitalisierungsprojekte.
Mit der erfolgreichen Implementierung der VSD zeigt das Universitätsklinikum Mannheim, wie moderne medizinische IT-Lösungen effizient in komplexe klinische Prozesse integriert werden können – mit dem Ziel, Dokumentationsaufwände zu reduzieren, Datenqualität zu erhöhen und klinische Abläufe nachhaltig zu unterstützen.