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Digitale Transformation – höher, schneller, weiter

Neue Technologien, neue Player im Markt, neue Rollenverteilung der Akteure, wachsendes Marktvolumen – eine im Oktober 2019 veröffentlichte Studie der Roland Berger Unternehmensberatung kommt zu dem Ergebnis, dass der digitale Wandel im Gesundheitswesen kurzfristig deutlich an Fahrt aufnimmt.

Befragt wurden 400 internationale Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Branche – von Patienten über Ärzte hin zu Vertretern von Kliniken, Versicherungen oder Pharmaunternehmen. Zentrales Ergebnis: Die Studienteilnehmer rechnen bereits für den Zeitraum bis 2025 mit teils radikalen Veränderungen.

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ALS TREIBENDE KRAFT

Das spiegelt sich zunächst in den Erwartungen bezüglich der Entwicklung des Marktvolumens: Europaweit soll der Markt im genannten Zeitraum auf 155 Milliarden Euro anwachsen, auf Deutschland entfielen davon 38 Milliarden. Dies entspräche einem Anteil von 8% bezogen auf die Gesamtausgaben in der Branche. Für den Bereich Technologie wird angenommen, dass die größten Impulse von Anwendungsszenarien künstlicher Intelligenz ausgehen werden, vor allem in der Präventivmedizin und in der Diagnostik, aber auch im Rahmen von Therapieentscheidungen und -durchführungen.

NEUE UND ALTE AKTEURE

Dass die Technologiegiganten aus den USA – Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft – verstärkt in Gesundheitsanwendungen investieren, ist keine neue Nachricht. Dass die Befragten damit rechnen, dass sich die Unternehmen bis 2025 als neue Player im Markt etablieren, verwundert deshalb nicht. Wie genau sie sich positionieren werden, sei aber noch weitgehend offen.

Den Krankenkassen wird eine größere Rolle vorhergesagt – so könnten diese ihre Versicherten stärker steuern, etwa was die Nutzung bevorzugter Versorgungsnetze betrifft. Es steht aber auch im Raum, dass die Versicherungen selbst als Anbieter digitaler Diagnostik- oder Therapieleistungen auftreten werden.

Auch die Ärzteschaft wird sich auf Veränderungen einstellen müssen: Es wird angenommen, dass etwa 20 Prozent der ärztlichen Leistungen zukünftig durch künstliche Intelligenz ersetzt werden können. Dazu kämen Entwicklungen im Bereich Telemedizin, die ebenfalls zu einem Wandel der Versorgungskonzepte beitragen werden.

DATENAUSTAUSCH IM FOKUS

Was wäre eine Digital Health-Studie ohne Fragestellungen bezüglich des Umgangs mit Daten. Seien es Gesundheits- oder Patientendaten – der allgemeine Tenor geht dahin, dass der Datenaustausch im Gesundheitswesen noch einmal deutlich zunehmen wird. Eine der zentralen Fragestellungen ist die Interoperabilität: Marktteilnehmer würden ihre IT-Systeme angleichen, um einen plattformbasierten Austausch von Daten zu ermöglichen, so die Studie.

Mit dem am 7. November im Bundestag beschlossenen Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) hat der Gesetzgeber eine wichtige Grundlage geschaffen – nun obliegt es den beteiligten Branchen und Unternehmen, die neue Rollenverteilung anzunehmen und mitzugestalten, offen zu sein für den Wandel und dennoch realistisch zu bleiben.

Über den Autor
Louise Knorre-Witt
Louise Knorre-Witt macht Marketingkommunikation für die NEXUS Deutschland. Ihre Themen sind das NEXUS / KISNG, die QM-Software NEXUS / CURATOR, das ECM-System PEGASOS und Lösungen für die AEMP.

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